Epistemische Tugenden

Braucht ein Wissenschaftler Tugenden? Anzunehmen. Daston/Galison (Daston, L.; Galison, P. 2007: Objektivität. Frankfurt/M.) nennen einige Tugenden: Der Beobachter braucht Geduld und Aumerksamkeit, der Experimentator Geschick, der Theoretiker Einbildungskraft. Sie schreiben: „Eine Erkenntnistheorie ohne Ethos mag denkbar sein, aber begegnet sind wir noch keiner. Solange Erkenntnis einen Erkennenden postuliert und solange der Erkennende als potentielle Hilfe oder Hürde für die Erwerbung von Erkenntnis gilt, wird sein Selbst ein erkenntnistheoretisches Thema sein“ (Daston/Galison 2007, 43). Vielleicht ist es schwierig, über die Erkenntnistheorie zu sprechen und einfacher über die Wissenschaftslehre, wenn man die Tugendargumentation einmal annimmt: Wäre die Wissenschaftslehre dann nicht auch eine Tugendlehre? Und um nochmal eine speziellere Seite anzusprechen, wie ist das mit der Methodologie (der Technologie der Erkenntnisgewinnung): was braucht es da Ethik, ist nicht gutes „Handwerk“ genug?

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