The 10 stuff-ups we all make when interpreting research

Sehr schöner Beitrag:

UNDERSTANDING RESEARCH: What do we actually mean by research and how does it help inform our understanding of things? Understanding what’s being said in any new research can be challenging and there are some common mistakes that people make.Have you ever tried to interpret some new research to work out what the study means in the grand scheme of things?Well maybe you’re smart and didn’t make any mistakes – but more likely you’re like most humans and accidentally made one of these 10 stuff ups.

via The 10 stuff-ups we all make when interpreting research.

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Die Normen fehlen – fehlen die Normen? Axel Honneth kritisiert Pierre Bourdieu

„Allerdings ist diese Analyse sozialer Herrschaft nun so verfasst, dass sie nicht die moralischen Normen oder Rationalitätsgesichtspunkte zu erkennen gibt, auf die die Kritik sich legitimerweise stützen könnte: Bourdieu analysiert die sozialen Verhältnisse vielmehr stets aus der Perspektive eines Beobachters, der sich gegenüber allen Kämpfen um sozialen Distinktionsgewinn gleichermaßen neutral verhält. Nur in manchen Färbungen seiner Terminologie, in einer minutiösen Abänderung des affektiven Gehalts der Sprache kommt die Sympathie zum Tragen, die er zweifellos für die Bemühungen der Unterschichten um die Wiedergewinnung sozialer Ehre besessen hat.

Aber diese indirekten Bekundungen ändern nichts an der Tatsache, dass Bourdieu nicht über die normative Sprache verfügt, die ihm eine Unterscheidung zwischen gerechtfertigten und ungerechtfertigten, legitimen und illegitimen Ansprüchen auf soziale Anerkennung erlaubt hätte. Die ganze Tradition einer immanenten Kritik, die in der sozialen Wirklichkeit selber die Gesichtspunkte eines begründeten Einspruchs freizulegen versucht, ist ihm zeitlebens fremd geblieben.

Aus diesem Defizit seiner soziologischen Analysen erwächst das Problem, das seinen intellektuellen Stellungnahmen stets etwas Dezisionistisches anhaftet, weil sie nicht aus den normativen Deskriptionen selber erwachsen können, die Theorie enthält intern keine Hinweise, die begründen könnten, warum bestimmte Vorgänge in der sozialen Wirklichkeit normativ abzulehnen oder zu begrüßen sind.“ (Quelle: Axel Honneth 2012: Der Soziologe als Intellektueller, in: TAZ vom 31.1.2012)

Man kann sicher in die Theorie Normen einfügen, dann wird man auch „bestimmte Vorgänge“ bewerten können. Aber woher kommen dann diese Normen, wie werden sie selbst wieder begründet? (Siehe dazu auch den Leserbrief von Olaf Rahmsdorf vom 6.2.12, ebenfalls in der TAZ). – Ohne Honneth zuzustimmen; mir gefällt, dass er einen zentralen Punkt der Kritischen Theorie klar und bündig formuliert. Im Übrigen würden viele Betriebswirte – sicher vor einem anderen Theoriehintergrund und auf anderer normativer Grundlage – die Position teilen, dass aus einer Theorie Aussagen folgen müssen, die geeignet sind, „bestimmte Vorgänge in der sozialen Wirklichkeit normativ abzulehnen oder zu begrüßen“.

„Prognosenrückschau 2011: Der Weltuntergang fiel wieder einmal aus“

Das „Zentrum für Wissenschaft und kritisches Denken“ der „Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V.“ (GWUP)  gibt in seinem Newsletter „e-Skeptiker – Newsletter für Wissenschaft und kritisches Denken“ einen Überblick darüber, was für das Jahr 2011 prognostiziert wurde und was tatsächlich eingetreten ist.

„Am 21. Mai 2011 sollte es losgehen mit dem Weltuntergang. Harold Camping, Prediger und Betreiber eines christlich-fundamentalistischen Radiosenders in Kalifornien, hatte diesen Termin „berechnet“ und erwartete die völlige Zerstörung der Erde spätestens zum 21. Oktober. Damit reihte sich Camping schon zum 2. Mal in die schier endlose Reihe von Weltuntergangspropheten ein, die sich mit einer solchen Prognose vor der Öffentlichkeit blamieren – denn schon sein für 1994 vorausgesehener Weltuntergang war ausgefallen.
Für die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) sammelt der Mathematiker Michael Kunkel seit Jahren solche Voraussagen von Astrologen, Wahrsagern und anderen vermeintlich Zukunftskundigen und prüft, inwieweit diese tatsächlich eingetroffen sind. Wie in den Vorjahren ist das Fazit für die Augurenzunft auch 2011 katastrophal.“ (Quelle: http://www.gwup.org/infos/nachrichten/1088-der-weltuntergang-fiel-wieder-einmal-aus)

Nun ja, nicht alle Prognosen legen sich genau auf ein Datum fest. Daher mag man sagen: Das Jahr ist noch nicht zuende…. – aber lesen Sie selbst hier mehr.